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Sechs Monate in terroristischer Gefangenschaft
16.01.2007 - 11:04 von Webmaster

Sechs Monate sind seit der überraschenden Entführung von Eldad Regev und Ehud Goldwasser von der israelischen Seite der Grenze zum Libanon vergangen. Der von Katjuscha-Angriffen begleitete Überfall löste eine umfangreiche Konfrontation mit der libanesischen Terrororganisation Hisbollah aus. Bis heute gibt es kein Lebenszeichen von den beiden entführten Soldaten. Weder ihre Angehörigen noch die israelische Regierung wissen irgendetwas über ihren Aufenthaltsort oder über ihre gesundheitliche Verfassung.




Nur zwei Wochen vor dieser Entführung wurde ein weiterer Soldat, Gilad Shalit, entführt, diesmal von der israelischen Seite der Grenze zum Gazastreifen. Auch seine Familie wartet sehnsüchtig auf ein Lebenszeichen. Besonders schwer wiegt die Tatsache, dass diese unprovozierten Entführungen auf souveränem israelischem Staatsgebiet stattfanden.

Seit sie vor sechs Monaten ihren Angehörigen entrissen wurden, verweigern die Entführer den Verschleppten die grundlegendsten Menschenrechte, wie sie in den Genfer Konventionen verankert sind. Die verantwortlichen Terrororganisationen und die beiden Staaten, die sie unterstützen - Syrien und Iran - verhalten sich in scharfem Gegensatz zur UN-Resolution 1701, als seien diese Menschenrechte nichts anderes als eine Karte im Verhandlungspoker und weigern sich sogar, Nachrichten von den Familien an die Entführten weiterzuleiten. Internationale Vertreter, die die Angehörigen trafen, haben ebenso versucht, Nachrichten und Briefe weiterzuleiten, doch auch sie haben von den Entführern eine negative Antwort erhalten.

Das Außenministerium unternimmt auf allen Ebenen alles, was in seiner Macht steht, um ihre Freilassung zu erreichen: Seite an Seite mit Ministerpräsident Ehud Olmert haben Außenministerin Tzipi Livni und die anderen Kabinettsminister das Thema bei ihren Treffen im In- und Ausland auf höchster Ebene zur Sprache gebracht. Genauso taten es der Generaldirektor im Außenministerium und andere diplomatische Vertreter. Das Außenministerium unterstützt die Angehörigen der entführten Soldaten bei Gesprächen mit Persönlichkeiten im In- und Ausland, in der Hoffnung, dass der Fall dadurch international nicht in Vergessenheit gerät.

Alle israelischen Vertretungen im Ausland beteiligen sich an diesen Bemühungen und betonen dabei die humanitären Aspekte: Die Familien warten auf ein eindeutiges Zeichen, dass ihre Söhne am Leben sind und es ihnen den Umständen entsprechend gut geht. Wir bitten alle, die indirekt oder direkt Einfluss auf Syrien oder Iran haben, diesen Einfluss geltend zu machen. Wir hoffen, dass Syrien und Iran, die die Terrororganisationen finanziell unterstützen, durch den wachsenden internationalen Druck zum Einlenken gebracht werden, damit uns die erhofften Lebenszeichen erreichen und die Entführten vielleicht bald heimkehren können.

Weder Israel noch irgendein anderes zivilisiertes, rechtsstaatliches Land kann diese Situation akzeptieren. Wir bitten Sie dringend, uns in unseren Bemühungen zu unterstützen und uns zu helfen, unsere Soldaten nach Hause zu bringen. (12. Januar 2007)

Weitere Informationen zu den drei entführten israelischen Soldaten:
http://berlin.mfa.gov.il/mfm/Data/107485.pdf



Quelle: „Newsletter der Botschaft des Staates Israel - Berlin“ vom Mittwoch, 15. Januar 2007


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