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Seit 12. Juli sind 59 Israelis durch Hisbollah-Angriffe getötet worden
06.08.2006 - 01:38 von Webmaster


4. August

Schwere Angriffe haben am Freitagmittag den Norden Israels erschüttert. Große Raketen-Salven landeten in Carmiel (Galiläa). Im Dorf Mghar starb eine Person durch einen direkten Treffer. Eine Person wurde schwer verletzt. In Kiryat Shmona wurde ein öffentliches Gebäude zerstört und offenbar eine Person getötet. Am Morgen gab es vereinzelte Angriffe auf Nahariya, Kiryat Shmona und im Gebiet von Maalot. Am Mittag landete eine Rakete in Zefat.

Auch zwei Soldaten wurden in der Nacht getötet, als Hisbollah-Kämpfer eine Anti-Panzer-Rakete auf sie schossen. Der Vorfall ereignete sich im südlibanesischen Dorf Markahava. Einer der Soldaten wurde als Feldwebel Daniel Shiron, 20, aus Haifa, identifiziert. Zwei Soldaten wurden verletzt.


3. August

Am Donnerstag schoss die Hisbollah 160 Raketen auf den Norden Israels. Dabei starben acht Zivilisten in Akko und Maalot:
Shimon Zribi, 44, und seine Tochter Mazal, 15; Albert Ben-Abu, 41; Arieh Tamam, 51, und sein Bruder Tiran, 31, alle aus Akko. Die Familie Zribi suchte in der vergangenen Woche Schutz in der Stadt Hadera, wo keine Raketen fallen. Ein Tag nach ihrer Heimkehr starben Vater und Tochter, als sie nach dem ersten Raketen-Hagel auf die Straße gingen durch einen zweiten Angriff.
Bei Maalot-Tarshiha starben: Drei arabische Israelis aus Tarshiha, westlich von Akko: Shanati Shanati, 18, Amir Naeem, 18, und Muhammed Fa'ur, 17, starben auf der Flucht vor den Raketen.
Fünf schwer Verletzte wurden in das Krankenhaus von Nahariya eingeliefert, darunter ein 7-jähriges Kind und ein 18-jähriger. Zwei schweben in Lebensgefahr. 21 Personen wurden leicht verletzt, darunter ein zweijähriges Kind.

Uffz. Itamar Zur, 19, aus Be'er Tuvia; Uffz. Andrei Brudner, 18, aus Rishon Lezion; und Uffz. Alon Feintuch, 19, aus Kiryat Haim kamen ums Leben, als ihr Merkava-Panzer von einer Anti-Panzer-Rakete in Rajamin im Südlibanon getroffen wurde. OGefr. Yonatan Sharabi, 19, aus Petah Tikva wurde durch eine Anti-Panzer-Rakete in Taibeh getötet.


2. August

David Martin Lelchook, 52, aus Kibbuz Sa'ar, bei Nahariya, wurde durch eine Katjuscha Rakete getötet, als er auf einem Fahrrad fuhr.
Uffz. Adi Cohen, 18, aus Hadera starb im Kampf gegen die Hisbollah in Aita a-Sha'ab in Südlibanon.


1. August

Lt. Ilan Gabai, 21, aus Kiryat Tivon, OFw. Yonatan Einhorn, 22, aus Moshav Gizmo, und St.-Sgt. Michael Levin, 21, aus Jerusalem, wurden bei Kämpfen mit der Hisbollah in Aita a-Sha'ab in Südlibanon getötet.


26. Juli

Acht Soldaten der Golani Brigade starben bei Kämpfen in Bint Jbeil: Maj. Ro'i Klein, 31, aus Eli; Lt. Amihai Merhavia, 24, aus Eli; Lt. Alexander Shwartzman, 24, aus Akko; Uffz. Shimon Adega, 21, aus Kiryat Gat; OFw. Edan Cohen, 21, aus Jaffa; OFw. Shimon Dahan, 20, aus Ashdod; OGefr. Ohad Klausner, 20, aus Bet Horon; und OGefr. Assaf Namer, 27, aus Kiryat Yam.
Fallschirmjäger Lt. Yiftah Shreirer, 21, aus Haifa, wurde durch eine Anti-Panzer-Rakete bei Maroun al-Ras getroffen.


25. Juli

Doua Abbas, 15, aus Maghar wurde von einer Katjuscha-Rakete getroffen, als sie zuhause fernsah. Ihr Haus liegt in unmittelbarer Nähe zur Moschee des arabischen Dorfes. Eine 78-jährige Frau aus Haifa erlitt einen Herzschlag während eines Katjuscha-Angriffs und starb auf dem Weg zum Bunker.


24. Juli

Lt. Lotan Slavin, 21, aus Hatzeva wurde durch eine Anti-Panzer-Rakete in seinem Merkava-Panzer getötet. OFw. Kobi Smileg, 20, aus Rehovot starb, als ein Panzer über eine mächtige Landmine fuhr.
Die Kampfpiloten Oberst Zvi Luft, 42, aus dem Kibbuz Hogla und OLt. Tom Farkash, 23, aus Caesarea, wurden getötet, als ihre Apache Kampfhubschrauber nördlich von Zefat verunglückten, als sie Bodentruppen in Südlibanon aus der Luft unterstützen.


23. Juli

Shimon Glicklich, 60, aus Haifa starb, als sie in ihrem Auto in Haifa unterwegs war.
Habib Isa Awad, 48, aus Iblin, wurde bei der Arbeit in ihrem Teppich-Laden in Kiryat Ata getötet.

Weitere Informationen im Newsletter vom 21. Juli 2006: http://nlarchiv.israel.de


Der legendäre israelische Rock-Star Aviv Gefen sagte am Donnerstag (3.8.) bei einem Besuch bei verletzten Soldaten im Rambam-Krankenhaus in Haifa, dass sich seine politische Meinung über die israelische Präsenz im Westjordanland nicht geändert habe, aber den Kampf gegen die Hisbollah im Libanon für „legitim“ halte. „Meine Meinung hat sich nicht geändert. Hier geht es nicht um Besatzung, hier geht es um etwas anderes. Im Norden geht es ums Überleben, ein legitimer Krieg, der uns aufgedrängt wurde. Ehud Barak hat die Armee aus dem Libanon rausgeholt, aber sie haben uns angegriffen“, sagte Gefen bei einem Konzert am Donnerstag in Haifa. Gefen besuchte die Soldaten Oren Perry, dessen Fuß amputiert werden musste, und Or Bar-On, ein Rock-Musiker, der beide Beine verlor.

Seit Beginn der Hisbollah-Angriffe auf Israel (12. Juli) sind 59 Israelis durch Hisbollah-Angriffe getötet worden, darunter 19 Zivilisten und 36 Soldaten. Über 2.070 Raketen schlugen im Norden Israels ein. Etwa die Hälfte der betroffenen Einwohner ist aus dem Norden ins Zentrum oder in den Süden des Landes geflohen. Aus den besonders stark beteroffenen Orten sind weit mehr als die Hälfte vorübergehend weggezogen. Z.B. sind in Zefat 11.000 von 34.000 Einwohnern zurückgeblieben. In Nahariya und in Kiryat Shmona verließen rund 60 bis 70 Prozent ihren Wohnort.


Quelle: „Newsletter der Botschaft des Staates Israel - Berlin“ vom Montag, 4. August 2006


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